NEUES KNIEGELENK TROTZ UNVERTRÄGLICHKEIT

Herzlich willkommen beim

netzwerk keramikknie

Das Netzwerk Keramikknie ist eine Gruppe von Kliniken und Operateuren, die Implantationen der metallfreien BPK-S Integration Knieendoprothese aus BIOLOX®delta exklusiv überregional anbieten. Im Folgenden finden Sie die Klinik-Adressen, die Namen der Operateure und die Kontaktdaten der teilnehmenden Zentren.

Bei Fragen oder Interesse wenden Sie sich bitte direkt an das Zentrum, das in Ihrem Kanton diese Versorgung anbietet oder senden Sie eine Email an info@netzwerk-keramikknie.ch

warum keramik & kein standardimplantat?

Das Problem: Metallallergie und unspezifische Entzündungs­reaktion

Obwohl die meisten Patienten erfolgreich mit einem Knie-Standardimplantat versorgt werden können, spielt die Implantatunverträglichkeit zunehmend eine Rolle in der multifaktoriellen Pathogenese von Implantatversagen. In der Literatur werden zunehmend Immunreaktionen auf Knieimplantate (CoCr-Legierung) beschrieben.7,15 Der Begriff „Implantatunverträglichkeit“ wird verwendet für mannigfaltige Beschwerdebilder im Zusammenhang mit der Metallallergie und unspezifischen Entzündungsreaktion - zwei unterschiedlichen Pathologien, die mit persistierendem Schmerz, funktionellen Einschränkungen, Knochenverlust und aseptischer Lockerung einhergehen können.15 Für betroffene Patienten kann das einen erheblichen Leidensdruck und längeren Leidensweg nach sich ziehen.

Diese Problematik ist im Wesentlichen noch unzureichend beleuchtet. Bei einer Untersuchung (Standard-Knieverschleißtest) wurde festgestellt, dass etwa 12% (Gewichtsanteil) der Knieverschleißprodukte metallisch (z.B. Cobalt, Chrom, Molybdän) sind. Diese Studie hat gezeigt, dass relevante Metallkonzentrationen vom Knieimplantat (CoCr-Legierung) an die lokale Implantatumgebung abgegeben werden. Die Wissenschaftler postulierten, dass metallische Partikel und Ionen für empfindliche Patienten relevant werden können.22

Metallallergien treten zwar selten auf, meist in den ersten 4 Jahren nach der Implantation. Allergisch bedingte Komplikationen können jedoch zu signifikanten funktionellen Einschränkungen und möglicherweise frühzeitiger Endoprothesenlockerung führen. Angesichts der steigenden Implantationszahlen wird davon ausgegangen, dass künftig mehr mit Hypersensitivitätsreaktionen gerechnet werden muss. Denn die Patienten, die eine Knieendoprothese erhalten, werden immer jünger. Jüngere Menschen und Frauen neigen häufiger zu Allergien. Die Literatur verzeichnet eine zunehmende Anzahl von Untersuchungsserien und Fallberichten.1, 2, 3, 5, 11, 14

Was sagen Register und Studien?

Endoprothesenregister und Studien verschiedener Arbeitsgruppen geben deutliche Hinweise darauf, dass eine Metallallergie bei Patienten mit Prothesenbeschwerden häufiger auftritt, als bei Patienten ohne beschwerdebehaftete Endoprothetik.4,5,9,12,14

In einer Studie zeigten Patienten nach Implantation einer Knieendoprothese signifikant mehr positive Reaktionen im Epikutantest auf Metalle. Bei Patienten mit festsitzenden Implantaten war die Metallallergikerrate in etwa 2,5-mal und bei Patienten mit gelockerten Implantaten sogar 3-mal höher als in der Bevölkerung ohne Gelenkersatz.5

Zudem haben Patienten mit einer Knieprothese ein höheres Risiko ein Kontaktekzem zu entwickeln als Patienten ohne Gelenkersatz.18 Die Gegenüberstellung des Knieregisters und des Kontaktallergieregisters in Dänemark zeigte, dass bei Patienten mit 2 oder mehr Knie-Revisionen eine Kontaktallergie signifikant häufiger auftritt.12

Die erhöhte Entzündungsneigung im Gelenk - Warum kommt es zu unspezifischen Entzündungen?

Weshalb es Menschen gibt, die deutlich anfälliger als andere mit einer lokalen unspezifischen Entzündung auf Metallimplantate (CoCr-Legierung) reagieren, ist nicht hinreichend geklärt. Es wird angenommen, dass Co-Faktoren wie Zahnmaterialunverträglichkeit, atopische Erkrankungen (z. B. Heuschnupfen, allergisches Asthma, Neurodermitis) oder das Vorliegen einer individuellen genetischen Prädisposition (Genpolymorphismus) für die erhöhte Neigung zu einer unerwünschten unspezifischen Entzündung und eine beschwerdebehaftete Endoprothese verantwortlich sind.

Prof. Dr. med. Peter Thomas (LMU München, AllergoMat AG) bezeichnete das Thema genetische Prägung in Hinblick auf die unspezifische erhöhte Entzündungsneigung im Gelenk als eines der wichtigsten Zukunftsthemen. Die Forschungsgruppe untersucht Unverträglichkeitsreaktionen gegenüber Metallimplantaten. Entdeckt wurden Zytokin-Gen-Marker, die hochsignifikant zwischen beschwerdefreien Patienten mit Endoprothesen und Endoprothesenträgern mit aseptischer Entzündung und höherem Versagensrisiko unterscheiden. Eine Vielzahl unterschiedlicher Metallbelastungen durch umweltbedingte Einflüsse könnte zur Folge haben, dass bei genetisch suszeptiblen Menschen aufgrund eines komplexen Zusammenspiels von genetischer Disposition und Umweltfaktoren eine individuell nicht tolerierbare Gesamtbelastung entsteht. Hierzu bedarf es weiterer Untersuchungen, um Risikofaktoren zu identifizieren. Die Rolle der überschiessenden Entzündungsantwort auf periimplantären Metallabrieb, die durch das Verhältnis der im Rahmen der Immunantwort freigesetzten pro- und antientzündlichen Zytokine bestimmt wird, steht im Fokus der Forschung.6,8,10,14,15,23

Die Lösung:

BPK-S Integration Ceramic

Die vollkeramische primäre Knieendoprothese wurde zur Versorgung von Patienten mit bekannter Metallallergie entwickelt.

Auch für Patienten, die sich Sorgen über eine Belastung ihres Körpers durch Metalle machen und kein persönliches Risiko eingehen möchten, stellt dieses vollkeramische primäre Knieimplantat eine Option dar.

Metallallergie und unspezifische Entzündungsreaktion: Prävention minimiert Risiko

Die aus Materialsicht beste präventive Massnahme ist ein Knieimplantat aus Vollkeramik.

Keramik bietet nachweislich eine hohe immunologisch-allergologische Verträglichkeit15 sowie exzellente biologische und tribologische Eigenschaften:

  • hypoallergen (kein Metallabrieb)
  • gewebefreundlich
  • sehr gut verträglich für den Organismus
  • kein Toxizitätsrisiko
  • geringere Biofilmausbildung
  • exzellentes Abriebverhalten
  • deutlich reduzierter Verschleiss des Polyethylens
  • hoher Widerstand gegen Dreikörperverschleiss
  • hohe Verschleiss- und Korrosionsbeständigkeit

 

Das hypoallergene BPK-S Integration Ceramic Kniesystem führte in einer prospektiven Studie bei Patienten mit nachgewiesener Metallallergie zu exzellenten mittelfristigen Ergebnissen. Die Patienten zeigten im 4-Jahres-Follow up eine konstant hohe Funktionalität und hohe Zufriedenheit. Alle postoperativen klinischen Scores verbesserten sich signifikant. Das vollkeramische Kniesystem zeichnet sich durch eine hohe Immuntoleranz aus und stellt eine geeignete, sichere Option für Patienten mit einer Allergie oder Unverträglichkeit auf CoCr-Legierungen dar.20



Hohe CT-Kompatibilität

Eine Studie von Wissenschaftlern der Medizinischen Universität Wien (Österreich) hat nachgewiesen, dass das BPK-S Integration Ceramic Kniesystem im Vergleich zu Standard-Knieprothesen aus einer CoCr-Legierung signifikant weniger CT-Artefakte aufweist und eine überragende Bildqualität für eine exzellente Visualisierung und Beurteilung des Knochen-Prothesen-Interfaces ermöglicht. Das erleichtert bei Nachuntersuchungen erheblich die Beurteilung der Knieendoprothese.21

 

Wie sicher ist die keramische Knieprothese?

Mittelfristige klinische Erfahrungen bestätigen die klinische Effizienz und Sicherheit der Knietotalendoprothetik mit vollkeramischen Komponenten.

Literaturangaben stellen wir Fachpersonen auf Nachfrage gerne zur Verfügung.

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